Gedanken zu Neid und wie du ihn überwindest

25. Oktober 2016
Gedanken zu Neid und wie du ihn überwindest

Neid ist eines der unschönsten Gefühle. Einerseits beneidet man eine Person um etwas und es zieht einen runter, dass man nicht selbst in Besitz dieser Sache ist und dann kommt noch das schlechte Gewissen dazu, das man entwickelt, weil man weiß, dass es falsch ist, neidisch zu sein. Man sollte ja glücklich sein mit dem, was man hat und es der anderen Person gönnen, richtig?

Gerade in der heutigen Zeit, wo jeder über Social Media sein Leben teilen kann, oder zumindest ausgewählte Teile davon, bekommen wir immer häufiger das Gefühl, dass andere ein besseres Leben haben als man selbst.

Leider überkommt jeden mal dieses Gefühl, ganz unabhängig davon, wie nett oder großzügig man ist. Deswegen ist es aber auch nichts, wofür man sich schämen muss! Anstatt dieses Gefühl probieren wegzuschieben, sollte man es lieber genauer ergründen, um mehr über einen selbst zu erfahren und kommenden Neidattacken vorzubeugen.

Auf was genau bin ich neidisch?

Was ist es, was dir diesen Ärger und Neid bringt? Handelt es sich um etwas materielles oder vielleicht eine Erfahrung, die eine andere Person machen durfte? Oder ist es vielleicht sogar ein Lebensstil, den man beneidet?

Ist diese Sache wirklich so, wie ich es sehe?

Jeder hat eine subjektive Wahrnehmung. Vielleicht sieht man das Neidobjekt viel schöner, als es wirklich ist. Oder die andere Person verschönert die Situation. Gerade im Zeitalter des Internets muss man sich immer wieder daran erinnern, dass man Menschen immer nur den Teil ihres Lebens teilen, den sie für repräsentativ und ästhetisch genug halten. Dadurch geht der Realitätstreue öfters mal unter.

Wie kann ich dieses Gefühl zu meinem Vorteil nutzen?

Es ist nie gut, Neid als Motivator zu nutzen, weil einen das langfristig nicht glücklich machen wird, doch verrät dieses Gefühl eine Menge über einen selbst, über das man vielleicht lernen sollte. Höre tief in dich hinein. Bist du wirklich auf dieses Objekt neidisch? Fehlt es dir in deinem Leben oder liegt es eher an einer generellen Unzufriedenheit mit deinem Leben? Wenn man nicht glücklich ist, ist es einfach diese Unglücklichkeit auf ein einzelnes Objekt zu projizieren, allerdings ist das meistens nicht das eigentliche Problem. Also probiere zu analysieren, was das eigentliche Problem ist und dann, etwas daran zu ändern.

Schätze deine eigenen Löffel Eiscreme

Ich habe vor einiger Zeit einen Podcast gehört, der Neid und Unzufriedenheit ganz anschaulich an dem Eiscreme Beispiel erklärt hat. Dabei wurde von einer Eissorte erzählt, die viele verschiedene Zutaten beinhaltet, wie Peanut Butter Cups, Chocolate Chips, etc. Dabei ist jeder Bissen unterschiedlich, denn jeder enthält die Zutaten immer in unterschiedlichen Verhältnissen. So kann man sich auch sein Leben vorstellen: Eine Zeit lang hat man mehr Chocolate Chips, dann mal einen Bissen nur mit Vanille Eis, aber insgesamt hat man eine tolle Mischung, die in ihrer Gesamtheit zusammenspielt. Jemand anderes mag vielleicht gerade eine Peanut Butter Cup Phase haben und du eine Vanille Phase, aber irgendwann wirst auch du wieder auf einen crunchy Bissen erwischen.

Sieh es als Bereicherung für die Welt

Überlege mal, wie es wäre, wenn niemand dieses Objekt hätte oder erleben dürfte, auf das du neidisch bist. Wäre die Welt dadurch schöner? Sicherlich nicht. Probiere einmal weniger, dieses Objekt einer anderen Person zu gönnen, sondern viel mehr dankbar zu sein dafür, dass es überhaupt existiert. Klingt erst mal absurd und ist vielleicht auch erst mal gar nicht so einfach, aber probiere es aus! Ist es nicht etwas, wofür man dankbar sein kann, dass es schöne Dinge gibt, auch wenn man sie im Moment vielleicht nur aus der Ferne beobachten kann? Das ist immerhin besser, als wenn man nur auf die schönen Dinge beschränkt wäre, in dessen Besitz man ist!

 

Ich hoffe, ich konnte ein paar Gedankenanstöße geben. Wie gehst du mit Neid um? 🙂

ähnliche Beiträge

3 Kommentare

Karo 25. Oktober 2016 - 14:58

Ein super inspirierender Artikel, der mich gerade wirklich sehr zum Nachdenken bringt- Danke☺️

Reply
Carlotta Koroll 3. Dezember 2016 - 22:52

Das freut mich sehr! Danke 🙂

Reply
Anna 13. Juni 2018 - 19:31

Ich wollte dir Mal kurz für deine ganzen Videos und Bloggbeiträge danke sagen.❤ Ich lerne viel daraus und verstehe mich selbst besser.
Danke für die ganzen Tipps, Ideen, …
Ich werde verschiedenes in der Zukunft anders machen!❤

Reply

Schreib ein Kommentar