Meine Island Reise – Fotografie Workcamp

6. September 2016
Meine Island Reise – Fotografie Workcamp

Island ist ein immer beliebter werdendes Reiseziel. Die beeindruckende Natur und die moderne Stadt ziehen immer mehr Leute an, um dort ihren Urlaub zu verbringen und neue Dinge zu entdecken. Ich hatte das Glück, 10 Tage in der Hauptstadt Reykjavik verbringen zu dürfen und erlebte eine der besten Reisen meines jungen Lebens. Was ich dort gemacht habe, wie es dazu gekommen ist und wie ihr vielleicht auch zu einem günstigen Island Aufenthalt kommen könnt erzähle ich in diesem Post. 🙂

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Wie kam es dazu?

Gegen Mai packte mich die Motivation, zu Reisen. In ein neues Land, mit neuen Leuten, einfach, weil ich etwas neues erleben wollte und mich weiter entwickeln wollte. Gleichzeitig wollte ich etwas geben und freiwillige Arbeit leisten. Die ersten Angebote für sogenannte Workcamps waren teuer und so gut wie nicht realisierbar für Schüler ohne großzügige finanzielle Unterstützung der Eltern, bis ich irgendwann auf die Internetseite der Vereinigung Junger Freiwilliger gestoßen bin.

Diese bietet wirklich günstige Workcamps an, sowohl in Europa als auch außerhalb und auch als minderjähriger wird man fündig! Wenn ihr mich schon etwas länger verfolgt, wisst ihr, dass ich schon immer mal nach Island wollte und in meinem letzten Post erzähle ich unter anderem, dass ich mich schon länger für Fotografie interessiere.

Als ich also den sogenannten Photomarathon der isländischen Organisation Seeds gefunden habe, konnte ich nicht anders, als zuzugreifen. Die Beschreibung klang gut, der Preis war mit 250€ unschlagbar (Flug nicht inkl.) und die Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Ländern! Es handelte sich dabei weniger um ein Workcamp (wir haben 2 von 10 Tagen gearbeitet), sondern mehr um einen Workshop und auch die isländische Kultur und Natur konnte erkundet werden.

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Was habe ich genau gemacht?

Das Workcamp bestand größtenteils aus Workshops zum Thema Fotografie, freiwilliger Arbeit und Freizeit. Die Workshops deckten sowohl technische Grundlagen der Fotografie, die jemandem, der sich mit Fotografie auseinandersetzt wahrscheinlich geläufig sind, aber trotzdem eine angenehme Übersicht ergaben, als auch kreativere Themen wie Komposition.

Die freiwillige Arbeit haben meine Gruppe (elf Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren) und ich auf dem Friedhof, hauptsächlich mit Rasen mähen, Unkraut jäten, etc. verbracht. Dies variiert jedoch von Camp zu Camp. Durch großzügige Pausen war selbst die Arbeit nicht schlimm. 😀

In der Freizeit wurden diverse Exkursionen angeboten (leider ziemlich teuer, das einzige Manko), die man aber natürlich nicht wahrnehmen musste. Man konnte sich auch selbstständig in der Stadt oder sonst wo bewegen, sollte aber auch während der freien Zeit Fotos machen, da am Ende des Camps eine kleine Ausstellung in einem Kino entstehen sollte. Falls ihr also im Moment in Reykjavik seid, könnt ihr euch die Fotos bis zum 14. September im Bíó Paradís angucken und danach für zwei Wochen im City Hostel 😛

Die Exkursionen, an denen ich teilgenommen habe, waren der Hot River Hike und der Golden Circle. Beim Hot River Hike wandert man zu einer heißen Quelle, also einer Stelle an der das heiße Flusswasser mit dem Kalten zusammenläuft und eine angenehme Badewannentemperatur ergibt, die aber je nach dem wo man badet, variiert. Es ist so schön, sich nach einer Stunde im Regen wandern, in einen warmen Fluss zu legen, glaubt es mir! Und durch die wunderschöne Landschaft wird der Regen zur Nebensache.

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Der Golden Circle ist eine Rundfahrt, die den Vulkankrater Keri∂, einen Geysir, den Wasserfall Gullfoss und den Treffpunkt der amerikanischen und der eurasischen tektonischen Platten beinhaltet. Letzteres haben wir leider aus Zeitgründen nicht mehr geschafft anzugucken, aber die anderen Stopps des Golden Circles waren atemberaubend! Wirklich, ich habe noch nie in meinem Leben so viel Naturkraft auf ein mal gesehen!

Man kann es nicht beschreiben, das Gefühl, vor einem Loch zu stehen und plötzlich schießt eine mehrere Meter hohe Fontäne heißen Wassers aus dem Boden. Oder wie es ist, um die Ecke zu laufen und plötzlich vor einem 20 m breiten Wasserfall zu stehen, während die Sonne unter geht. So etwas muss man einfach selbst sehen, um die Unglaublichkeit zu begreifen. Ich weiß, der Satz widerspricht sich etwas, aber glaubt mir, es macht Sinn.

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Was habe ich gelernt?

Viel. Es war mit Sicherheit die bereicherndste Reise, die ich gemacht habe. Es war meine erste unabhängige Reise, der erste Flug, den ich alleine angetreten bin, und das erste mal, dass ich mit so vielen Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten Zeit verbracht habe. Alleine das, ist so interessant zu sehen: Wie es für andere Jugendliche in anderen Ländern ist, die verschiedenen Essgewohnheiten, u.s.w. Durch diese Reise habe ich wirklich tolle Menschen kennengelernt! Das erste mal war ich wirklich stark auf meine Englischkenntnisse angewiesen, was erfreulicher Weise super geklappt hat. Wie ich schon gesagt habe, habe ich unglaublich viel neues von unserem Planeten und der Natur gesehen. Dinge, die ich zwar schon von Fotos oder Videos kannte, aber in der Realität erst die tatsächliche Wirkung erzielen.

Und eines hat diese Reise noch bewirkt: Die Lust, noch viel mehr von dieser Erde zu bereisen, denn das ist die einzige Möglichkeit, sie kennenzulernen und zu entdecken.

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Mein Tipp an euch

Wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, etwas neues zu sehen, kann ich euch Workcamps wirklich ans Herz legen. Es gibt viel verschiedenes, von Gärtnern bis Malern bis Putzen, es wird in vielen Ländern angeboten und vor allem ist es eine günstige Weise, neue Leute, Länder, Menschen und Kulturen kennenzulernen. Noch dazu helft ihr freiwillig, was einen auch immer selbst bereichert.

Hier die Links zur VJF und zu Seeds.

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Mehr Bilder findet ihr auf Instagram (@blogginglotti).

Eure Fragen

Warst du wirklich ganz alleine dort?

Diese Frage ist öfters aufgekommen, weil ich so etwas unter einem Instagram Bild erwähnt habe. Diese Frage sollte sich eigentlich bis jetzt geklärt haben, aber zu Erklärung: Das Foto entstand an dem Tag, an dem alle anderen auf einer Exkursion waren und ich alleine Zeit in der Stadt verbracht habe. 🙂

Wo hast du übernachtet?

Alle Teilnehmer haben in einem Haus, das von der Organisation bereit gestellt wurde, geschlafen.

Welcher Ort in Island hat dir am besten gefallen?

Das ist wirklich schwer zu sagen! Ich würde sagen alle Orte in der Natur. Meine Top 3 sind der Wasserfall Gullfoss, die heiße Quelle und der Geysir. Reykjavik hat mich nicht so sehr als Stadt überzeugt, da es mir zu modern war. Das war auch interessant zu sehen, wie so eine Stadt ohne Altbauten wirkt, aber ich mag es lieber wenn man der Stadt ihre Geschichte durch Gebäude und Architektur anmerkt.

Hast du ein gutes veganes Essenangebot gefunden?

Ich habe nur ein mal außerhalb gegessen, weil wir ansonsten für uns gekocht haben und Island sehr sehr teuer ist. Aber dieses eine mal (es war ein Fischrestaurant) hatten sie vegan gekennzeichnete Gerichte bzw. vegane Alternativen. In Supermärkten hatten sie außerdem diverse pflanzliche Milchsorten. 🙂

Ich denke alle anderen Fragen wurden im Laufe des Blogposts beantwortet.

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11 Kommentare

Lea 7. September 2016 - 9:20

Was für eine tolle Erfahrung! 🙂 Nach Island möchte ich auch unbedingt einmal.

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Carlotta Koroll 7. September 2016 - 21:28

Ich kann es dir nur ans Herz legen! 🙂

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Schöne Momente – September Rückblick - Blogging Lotti 27. September 2016 - 8:20

[…] ein klitzekleiner Teil des Septembers noch zu Island (wer mehr darüber erfahren möchte, klickt hier). Aber auch das wieder Ankommen zuhause war […]

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Tamara 3. Dezember 2016 - 15:19

Deine Island Erfahrungen hören sich echt super an! Ich überlege auch gerade mit einer Freundin ein Fotografie Workcamp zu machen. Mit wie vielen Leuten teilt man sich während des Workcamps denn ein Zimmer? Und weißt du noch wie teuer die Ausflüge in etwa waren? Ich würde mich sehr über eine Antwort von dir freuen 🙂
Liebe Grüße,
Tamara

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Carlotta Koroll 3. Dezember 2016 - 22:56

Cool, ich kann es dir nur ans Herz legen! Das ist denke ich verschieden, bei mir waren noch 3 andere Mädchen im Zimmer. Die Ausflüge waren leider recht teuer. Ich glaube es schwankte, je nach dem ob es ein ganz oder Halbtages Ausflug war, zwischen 35 und 80 Euro.
Liebe Grüße zurück 🙂

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Tamara 4. Dezember 2016 - 18:24

Danke für deine Antwort! Die Infos helfen mir weiter 🙂

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Tamara 5. Dezember 2016 - 14:14

Hallo:)

Ich hätte noch eine Frage. Wie sah der Tagesablauf in dem photo workcamp aus?
Danke und LG
Tamara

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Alena 17. April 2017 - 19:20

Wie immer ein schöner Blogpost liebe Lotti 🙂 .
Ich interessiere mich auch dafür, diesen Sommer ein Workcamp zu besuchen. Leider werde ich erst nach den Sommerferien 16. ich habe einige Workcamps in andere Länder gefunden, würde aber auch so gerne mal nach Island reisen. Gibt es bei Seeds vielleicht auch Angebote ab 15, die ich übersehen habe 😉 ? Und noch eine Frage: Wie kam es dazu, dass du exklusive Flug nur 250€ bezahlen musstest? Ich habe den Photomarathon bei Seeds für Juli ab 16 auch entdeckt, allerdings kostet der jetzt 550€. Es wäre sehr nett, wenn du mir mit meinen Problemen vielleicht weiterhelfen könntest. Ich finde deinen Blog und deinen Youtube Kanal total inspirierend und hoffe, dass du nie damit aufhörst. Liebe Grüße Alena 🙂

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Carlotta Koroll 20. April 2017 - 7:45

Hi Alena, cool, dass du auch so ein Workcamp machen möchtest! Ab 15 habe ich leider keine Camps gesehen, aber ich habe auch nicht bei Seeds auf der Seite gesucht sondern über VjF. Aber das Workcamp, das ich besucht habe, war leider erst ab 16… Was die Kosten angeht, weiß ich nichts von einer Preisänderung. Ich musste damals 250€ bezahlen, aber es kann sein dass sich das geändert hat, was allerdings sehr schade wäre. Vielleicht hat sich aber das Angebot einfach so geändert, dass du ein bisschen mehr für den Preis bekommst..? Müsste man sich mal genauer angucken. Ich hoffe, du schaffst es trotzdem, bald ein Workcamp zu besuchen! Liebe Grüße 🙂

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Alex 19. November 2017 - 13:00

klingt cool, hast du dort nur Freunde kennen gelernt oder auch Affären gehabt?
Bzw. wäre dort die Möglichkeit geboten auch mit den verschiedensten Menschen/Leuten Sex zu haben wenn man wollen würde ?

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Carlotta Koroll 24. November 2017 - 20:51

Ich denke das hängt immer von den Menschen ab, mit denen du zusammen kommst 😀

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