Dinge, für die wir uns zu wenig Zeit nehmen

18. Oktober 2016
Dinge, für die wir uns zu wenig Zeit nehmen

Wir leben in einer unglaublich schnelllebigen Welt. Alles muss immer schneller, besser und effektiver gehen. Die Erwartungen steigen, sowohl von anderen an sich selbst, als auch die eigenen. Ich will mich von dieser Strömung gar nicht ausklinken, auch ich schreibe oder rede auf Youtube teilweise darüber, wie man mehr Dinge in kürzerer Zeit schafft u.s.w.

Allerdings geraten in diesem Trubel manche wichtige Dinge völlig aus dem Blickfeld. Dinge, für die man sich auch mal die Zeit nehmen sollte, weil es einem gut tut oder einfach nur schön ist.

Nichts tun.

Setze oder leg dich einfach mal hin und tue nichts. Was passiert mit deinem Körper, mit deinen Gedanken? Welche Bewegungen oder Geräusche kannst du wahrnehmen? Der Reizüberfluss, der uns Tag für Tag verfolgt lässt uns dies manchmal einfach vergessen. Es mag am Anfang verdammt schwer sein, nichts zu tun, weil man es einfach nicht gewohnt ist, aber mit der Zeit wird es einfacher und langfristig merkt man, wie gut es einem tut.

Träumen.

Es ist so eine schöne Sache und trotzdem wird sie, gerade mit dem älter werden, immer mehr unterschätzt! Gib deinen Gedanken einfach mal die Freiheit gibt, dort hin zu schweifen, wo sie wollen. Stell dir deine Zukunft vor, egal ob das in 10 Jahren oder 12 Stunden ist. Was sind deine Wünsche und Träume? Egal, wie unrealistisch sie sind, warum sollten wir uns es nicht erlauben, sie wenigstens für ein paar Minuten zu erleben?

Neugierig sein.

Ähnlich wie der letzte Punkt, aber nicht das gleiche. Hör ein mal ganz tief in dich hinein. Was wolltest du schon immer mal wissen oder lernen? Oder vielleicht interessiert es dich auch erst seit Kurzem? Was auch immer es ist, lasse es zu und lerne darüber. Durch die Schule wird uns der Prozess des Lernens oft als etwas mühsames, etwas, das wir tun müssen, beigebracht. Aber eigentlich ist Lernen etwas schönes, an dem wir wachsen können.

Reflektieren.

Egal ob in gedanklicher oder schriftlicher Form, immer mal wieder über sich selbst und sein Leben zu reflektieren, ist eine gute Sache. Trau dich auch mal große Fragen zu stellen, wie “Bin ich glücklich?”, “Was möchte ich in meinem Leben erreichen?”. Wem das zu philosophisch ist, kann natürlich auch einfach über die letzte Woche oder letzten Monat reflektieren, um zu sehen, was einen bereichert und was weniger. Oft tun wir dies nur am Ende eines Jahres, dabei ist er viel sinnvoller, es regelmäßiger zu tun.

 

Wie siehst du das? Findest du die oben genannten Dinge auch wichtig oder eher weniger sinnvoll? Oder hast du noch etwas zu dieser Liste hinzuzufügen (es gibt bestimmt noch viiele Dinge, die von uns unterschätzt werden)?

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1 Kommentar

Balthasar Eichenstein 25. Oktober 2016 - 15:12

Ich denke, da haben Sie, junge Dame, den Punkt getroffen. Es mag zwar eine Eigenart des Alters sein, diese Verklärung des Gestern, aber nur allzu oft denke ich, wie fantasielos und damit kalt diese Welt an vielen Stellen doch geworden ist. Dabei sind es die Träume, aus denen die guten Ideen für ein besseres Morgen entstehen. Und wer nicht nichts tun kann, wer seine Gedanken nicht schweifen, nicht reisen lassen kann, der sieht nie den endlosen Ozean der Kreativität. Haben Sie den Mut, neue Welten zu erobern. Und legen Sie ab und an einfach mal Ihr Mobilfunkgerät beiseite oder, besser noch: Schalten Sie es ganz aus. 😉
Herzlich,
Ihr Balthasar Eichenstein

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